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Los gehts zur KV Wahl am 13.06.2021 - Infos zur Wahl und die Kandidatinnen finden Sie: hier


Der Kirchenvorstand unserer Gemeinde

Der Kirchenvorstand (KV) leitet die Gemeinde.

Die Aufgaben des KV sind vielfältig. Als Leitungsorgan entscheidet und berät er im Rahmen der gesamtkirchlichen Ordnung über alle Angelegenheiten der Kirchengemeinde. Unter anderem ist er für die Gestaltung der Gottesdienste, die Einführung neuer Gottesdienste sowie der liturgischen Handlungen gemeinsam mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin zuständig. Er berät und beschließt den Konfirmandenunterricht und wirkt bei der Pfarrstellenbesetzung mit.

Auch trifft der Kirchenvorstand alle finanziellen Entscheidungen der Gemeinde und ist zuständig für deren Gebäude. Er hat zusammen mit dem Pfarrer eine Mitverantwortung für die Seelsorge und darauf zu achten, dass in der Gemeinde das Wort Gottes verkündigt wird und die Sakramente rechtens verwaltet werden.

Für mehrere Aufgabenfelder wurden vom Kirchenvorstand Arbeitsausschüsse gegründet sowie Zuständigkeiten festgelegt, bei denen neben KV-Mitgliedern auch Gemeindemitglieder tätig sind:

  • Bauausschuss
  • Finanzausschuss
  • Redaktion
       - Gemeindebrief
       - Internet
  • Ökumene
  • Diakonie
  • Dekanatssynode

Der Kirchenvorstand wird alle 6 Jahre von der Gemeinde gewählt.


40-jähriges Kirchenvorstands-Jubiläum von
Rudolf Henrizi, Rod am Berg und Gerhard Müller, Hunoldstal

(10. November 2019)

Seit 40 Jahren leisten Gerhard Müller und Rudolf Henrizi Dienst im Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde Rod am Berg. Dieses besondere Jubiläum feierte die Gemeinde in einem Gottesdienst am Sonntag, den 10. November. Rüdiger Wittke, selbst langjähriges Kirchenvorstandsmitglied der Gemeinde, fand die passenden Worte.

40 Jahre – das ist ein halbes Leben. In dieser Zeit haben beide Kirchenvorsteher engagiert Verantwortung für die Gemeinde mitgetragen - aber nicht nur mit Worten, nicht nur bei Entscheidungen, die zu treffen waren. Beide sind überzeugte Christen mit einem festen, unerschütterlichen Glauben. Das war und ist immer noch das Fundament ihrer Arbeit.
Bei allen kirchlichen Veranstaltungen und Belangen, wenn irgendwo oder irgendwie zu helfen oder Hand anzulegen war - es gab es immer viele hilfreiche Hände – die beiden sind zuverlässig als Erste gekommen und als Letzte gegangen.
Viele Pfarrer haben sie in dieser Zeit kommen und gehen sehen. Manche kamen und sind (zum großen Schrecken der beiden Herren) mit Schafen und Hühnern in das frisch renovierte Pfarrhaus eingezogen. 

Vieles haben die beiden aber auch gemeinsam. Sie sind beide derselbe Jahrgang (1939) und so konnten sie in diesem Jahr bereits ihren 80. Geburtstag feiern. Beide wurden 1979 gefragt, ob sie sich zur KV-Wahl stellen. Bei Rudolf Henrizi wurde nicht selbst angefragt, sondern über seine Frau. Diese hat vorab schon einmal „halb“ zugesagt, so dass Herr Henrizi auch nur noch zustimmen konnte.
Beide waren Gemeindevertreter - und sind es auch heute noch - die offen, modern und der Zukunft zugewandt waren, als es um den Total-Umbau der Kirche in Rod am Berg ging. Ein gewaltiges Pilotprojekt. Beide haben es befürwortet und mitgetragen – mit allem, was so ein Umbau mit sich bringt. Dieses Projekt wurde mit Pfarrer Mudersbach – zugleich mit der ersten Amtsperiode (1980/1981) begonnen und umgesetzt. Dafür darf die Gemeinde beiden sehr dankbar sein.

Als die Neugestaltung der Kirche neues Leben in die Gemeinde brachte, musste nun auch ein Kirchenchor her. Gerhard Müller überließ die musikalische Verantwortung lieber seiner Frau Doris – und die hat die ersten Probestunden geleitet – so wie später wieder den Singkreis. Rudolf Henrizi war fortan ein zuverlässiger Basssänger. Edmund Moos leitete dann den Chor sehr erfolgreich über 20 Jahre. 
Mit dem 1979 neu gewählten Kirchenvorstand trat Ruhe in den vorher etwas uneinigen KV ein; beide Herren bestätigen heute, dass der KV seitdem außergewöhnlich harmonisch zusammengearbeitet hat - aber keiner der beiden hat Entscheidungen nur durchgewinkt. Beide waren und sind auch heute noch mit Freude dabei.
Gerhard Müller war und ist es besonders wichtig, dass eine KV-Sitzung nicht nur dafür da ist, eine mehr oder weniger lange Liste von formalen Entscheidungen abzuarbeiten.
An den Anfang gehört die Besinnung auf das, was der Grund allen Gemeindelebens ist: Gottes Wort.
Heutzutage ist es nicht selbstverständlich, dass sich jemand ehrenamtlich für längere Zeit bindet - gar für 6 Jahre – sich dann auch nochmal siebenmal hintereinander zur Wahl stellt und übrigens auch noch gewählt wird. Die Bereitschaft zu haben, sich für die ganze Zeit regelmäßig, verantwortlich und zuverlässig für eine Sache einzusetzen - komme, wer da wolle – und es kamen einige, ist außergewöhnlich!

Zurzeit ist die Pfarrstelle leider vakant. Beide Herren wünschen sich nichts mehr als das wieder ein/e „feste/r“ Pfarrer/in ins Pfarrhaus einzieht. Das steht für alle hier an oberster Stelle.
Und dann natürlich, dass der KV auch weiterhin engagiert überzeugende Arbeit leistet und Mitglieder findet, die auf das Wort Gottes hören und bereit sind, für die Gemeinde Verantwortung und Arbeit zu übernehmen. Dies haben beide Herren 40 Jahre lang vorgelebt, dafür gebührt Gerhard Müller und Rudolf Henrizi der ganz große Dank der Kirchengemeinde, den diese im Gottesdienst zum Ausdruck gebracht hat.

Die Losung für Sonntag, den 10. November stand im 1. Kor. 3,7: „So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der, der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.“ Gott möge auch weiterhin der Mitarbeit von Rudolf Henrizi und Gerhard Müller das Gedeihen geben, mit dem er sie bisher belohnt hat.

Der Kirchenvorstand der ev. Kirchengemeinde Rod am Berg

Foto: Annette Abel anlässlich des 40jährigen Jubiläums von Rudolf Henrizi und Gerhard Müller

Von links: Rüdiger Wittke (langjähriges KV-Mitglied), verdeckt: Anke Becker (Lektorin), Doris Bühner, Bettina Vogelsberger, Christa Will, Gerhard Müller, Sandra Lottko, Anette Henrich, Sabine Heger, Annette Abel